- Erscheinungsweise vierteljährlich
- ca. 80 Seiten
- ISSN 1612-4243
- eISSN 2190-8192
- Sprache: Deutsch
EurUP – Zeitschrift für Europäisches Umwelt- und Planungsrecht
EurUP 2/2026 jetzt verfügbar
Die Beiträge der neuen EurUP 2/26 widmen sich dem Umweltinformationsrecht, dem Klimarecht, dem Bau- und Planungsrecht, dem Biodiversitätsrecht sowie dem Abwasserrecht:
Kern eröffnet das Heft mit einer grundlegenden Bestandsaufnahme zur Erneuerung des Umweltinformationsrechts. Im Lichte von INSPIRE, Open Data und Copernicus zeichnet er die Ausdifferenzierung der unionsrechtlichen Daten- und Informationsregime nach, arbeitet Koordinationsprobleme heraus und fragt, welche Ansätze aus sektoriellen Regelungen für ein künftiges allgemeineres Umweltinformationsrecht fruchtbar gemacht werden können.
Nakanishi informiert uns sodann profund und umfassend über das japanische Klimaanpassungsgesetz, mit dem in Japan bereits im Jahr 2018 ein eigenständiger gesetzlicher Rahmen für Anpassungsplanung, Informationsbereitstellung und lokale Anpassungszentren geschaffen wurde.
Wolff nimmt das neue Sondervermögen für zusätzliche Investitionen in Infrastruktur und zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 in den Blick. Sie ordnet Art. 143h GG finanzverfassungsrechtlich ein, schildert den begonnenen Umsetzungsprozess und zeigt zugleich, dass das Sondervermögen zwar eine erhebliche Chance eröffnet, deren Nutzung aber rechtlich wie politisch keineswegs gesichert ist.
Wickel untersucht die Klimaanpassung im besonderen Städtebaurecht und fragt, ob städtebauliche Gebote, Sanierungs-, Entwicklungs- und Stadtumbaumaßnahmen geeignete Instrumente sind, um klimaresiliente Stadtstrukturen durchzusetzen. Im Anschluss betrachtet Peuser die Klimaanpassung im Mehrebenensystem und arbeitet heraus, dass internationale und europäische Vorgaben vor allem einen Rahmen und Koordinationsimpulse setzen, während wirksame Anpassung auf nationaler und lokaler Ebene konkretisiert werden muss.
Beckmann widmet sich anschließend dem Spannungsverhältnis von Planungsstabilität und Planungsflexibilität in der Raumordnung, bevor Hüther mit der gemeindlichen Zustimmung nach § 36a BauGB ein zentrales Element des neuen „Bau-Turbo“ untersucht. Er arbeitet die Unterschiede zum gemeindlichen Einvernehmen heraus und bestimmt Funktionen sowie Grenzen der Zustimmung als Instrument zum Schutz der kommunalen Planungshoheit.
Albrecht erläutert die Grundstrukturen der EU-Wiederherstellungsverordnung sowie deren Umsetzung in Deutschland und Papachristopoulos schließt das Heft mit einem Beitrag zur erweiterten Herstellerverantwortung nach der neuen Kommunalabwasserrichtlinie.
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